LICHTSMOG / LICHTEMISION
Lichtsmog oder Lichtemission bezeichnet die unerwünschte oder übermäßige Beleuchtung von Nachbarbereichen oder die Störung des natürlichen Dunkels durch künstliches Licht. Diese Art der Umweltbelastung tritt vor allem in urbanen Gebieten auf, wo Straßenbeleuchtung, Werbetafeln, Schaufensterbeleuchtung oder Beleuchtung von Hochhäusern zu einer zunehmenden Lichtverschmutzung führt. Lichtsmog kann nicht nur das ästhetische Empfinden beeinflussen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere den Schlaf und den biologischen Rhythmus von Menschen. Bei der Messung von Lichtemission und der Bewertung von Lichtsmog wird die Helligkeit und Verteilung von Lichtquellen im Wohnumfeld berücksichtigt.
Messung von Lichtsmog und Lichtemission
Die Messung von Lichtsmog in Wohnräumen und im Wohnumfeld erfolgt durch die Erfassung der Beleuchtungsstärke und der Helligkeit von künstlichen Lichtquellen, die außerhalb des normalen Lichtspektrums für den Bewohner sichtbar sind. Es wird zwischen verschiedenen Messgrößen unterschieden, die das Ausmaß der Lichtbelastung beschreiben:Beleuchtungsstärke (Lux):
Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Sie wird in Lux (lx) gemessen. Eine hohe Beleuchtungsstärke, die durch Straßenbeleuchtung oder durch Lichtquellen aus benachbarten Gebäuden verursacht wird, kann als störend empfunden werden, besonders wenn sie nachts in den Wohnraum eindringt. Um den Lichtsmog zu messen, kann ein Luxmeter verwendet werden. Dabei wird die Beleuchtungsstärke an verschiedenen Punkten im Raum oder im Außenbereich ermittelt.Lichtverschmutzung durch Streulicht:
Streulicht beschreibt das Licht, das von einer Quelle ausgeht und sich in der Umgebung verteilt, anstatt nur gezielt eine Fläche zu beleuchten. In der Messung von Lichtemission geht es darum, das Streulicht von Straßenlaternen oder anderen Außenlichtquellen zu erfassen, das in Wohnräume eindringt. Messgeräte zur Bestimmung von Streulicht messen die Menge des Lichts, das in den Wohnraum über Fenster und Wände eintritt.Lichtexposition in Wohnräumen:
Um den Einfluss von Lichtsmog auf den Schlaf und den natürlichen Biorhythmus zu messen, können Messungen der nächtlichen Helligkeit in den Schlafzimmern durchgeführt werden. Eine zu hohe Helligkeit in der Nacht kann den Schlaf-Wach-Rhythmus stören und zu gesundheitlichen Problemen wie Schlafstörungen führen.Spektrale Messung:
Die Spektralzusammensetzung des Lichts kann ebenfalls eine Rolle spielen. Insbesondere das blaue Licht (im Spektrum von ca. 450–490 nm) hat eine größere Auswirkung auf den biologischen Rhythmus und kann den Melatoninspiegel verringern, was den Schlaf negativ beeinflussen kann.Grenzwerte für Lichtsmog und Lichtemission in Wohnräumen und im Wohnumfeld
In Deutschland gibt es derzeit keine bundeseinheitlichen gesetzlichen Grenzwerte für Lichtsmog in Wohnräumen. Allerdings existieren Richtlinien und Empfehlungen, die dazu beitragen sollen, den Lichtkomfort zu verbessern und negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu vermeiden.Empfohlene Grenzwerte für die Beleuchtungsstärke in Wohnräumen:
In Wohnräumen wird eine Beleuchtungsstärke von ca. 100–300 Lux als angenehm empfunden, wobei in Schlafzimmern die Beleuchtungsstärke nachts auf weniger als 10–20 Lux reduziert werden sollte, um eine gute Nachtruhe zu ermöglichen. In Außenbereichen wird eine Beleuchtung von 10–50 Lux empfohlen, um den nächtlichen Lichthorizont nicht unnötig zu überlasten.Nachtzeitliche Beleuchtung in Wohnräumen:
Um den biologischen Rhythmus zu schonen, empfehlen Experten, dass in Schlafzimmern nachts der Lichtpegel unter 5 Lux liegen sollte. Dies entspricht einer sehr schwachen Umgebungsbeleuchtung, um den Schlaf nicht zu stören. Werte über 5–10 Lux in der Nacht, insbesondere von Außenbeleuchtung, können als störend empfunden werden und die Schlafqualität beeinträchtigen.Normen und Empfehlungen für Lichtemission im Außenbereich:
Die DIN 5035 befasst sich mit der Beleuchtung von Außenbereichen und gibt Empfehlungen für eine gute Beleuchtung, die keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und die Nachbarschaft hat. Besonders wichtig ist die Vermeidung von Lichtverschmutzung durch eine gezielte Ausrichtung von Beleuchtung und den Einsatz von abschirmbaren Leuchten, die das Licht in eine gezielte Richtung lenken.Lichtsmog und seine Auswirkungen auf den Biorhythmus:
Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und anderen Gesundheitsbehörden kann künstliches Licht in der Nacht den Melatoninspiegel stören, was langfristig gesundheitsschädlich sein kann. Besonders blaues Licht (z. B. von LEDs oder digitalen Geräten) hat einen besonders starken Einfluss auf den Schlaf und den natürlichen biologischen Rhythmus.LICHTEMISSION / Messverfahren und Instrumente
Um Lichtsmog zu messen, werden folgende Instrumente verwendet:Luxmeter:
Ein Luxmeter misst die Beleuchtungsstärke in Lux und wird verwendet, um die Intensität des Lichts an verschiedenen Punkten im Raum oder im Freien zu messen. So kann ermittelt werden, wie viel Streulicht von der Straße oder von anderen Lichtquellen in die Wohnung eindringt.Spektralphotometer:
Dieses Gerät wird eingesetzt, um die Spektralverteilung des Lichts zu messen und zu prüfen, wie viel blaues Licht in den Raum eindringt.Lichtverschmutzungs-Apps:
In einigen Fällen können spezielle Lichtverschmutzungs-Apps verwendet werden, die auf Smartphones installiert werden und durch spezielle Sensoren die Helligkeit und Lichtverschmutzung in der Umgebung messen.PRÄVENTIONSMAßNAHMEN GEGEN LICHTSMOG
Um Lichtsmog zu verringern und die Auswirkungen auf den Wohnraum zu minimieren, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:Verwendung von Fensterläden oder Vorhängen, um das Eindringen von Streulicht zu verhindern.
Abschirmung von Außenbeleuchtung, sodass diese gezielt beleuchtet und nicht unnötig in benachbarte Räume oder Wohnungen abgegeben wird.
Reduzierung der Helligkeit von Außenbeleuchtung oder die Installation von Bewegungsmeldern, um unnötige Beleuchtung zu vermeiden.
Vermeidung von blauem Licht in der Nacht durch den Einsatz von wärmeren Lichtquellen oder speziellen blauen-Licht-Filtern an Bildschirmen.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Lichtsmog stellt eine zunehmende Umweltbelastung dar, die sowohl den Wohnkomfort als auch die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen kann. Die Messung von Lichtemission erfolgt hauptsächlich durch die Erfassung der Beleuchtungsstärke in Lux und der Spektralverteilung des Lichts. Obwohl es in Deutschland noch keine spezifischen gesetzlichen Grenzwerte für Lichtsmog in Wohnräumen gibt, werden durch verschiedene Empfehlungen und Richtlinien wie die DIN 5035 und die WHO Leitlinien zum Schutz vor Lichtverschmutzung gegeben.Weitere Interessante Seiten zum Thema Immobilien:
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